Pulverbeschichtung FAQ

HÄUFIGE FRAGEN

Pulverbeschichtung: Spezifikationen und Qualitätsnachweis

Das sind die Fragen, die Einkäufer und Konstrukteure vor der ersten Bestellung tatsächlich stellen. Jede Antwort beschreibt, was unsere Linie heute leistet — Abmessungen, Toleranzen, Prüfnormen und Dokumentation.

Fragen und Antworten

Q1Wie groß dürfen die Werkstücke für die Pulverbeschichtung sein?

Bis L 60 × B 60 × H 190 cm und 15 kg. Vorbehandlung, Auftrag und Aushärtung laufen auf derselben automatisierten Linie, ein Bauteil dieser Größe muss also nicht auf mehrere Prozesse aufgeteilt werden.

Q2Wie wird die Schichtdicke gleichmäßig gehalten, auch in Vertiefungen?

Pulvermenge und Spannung werden in Echtzeit rechnergeregelt statt vom Bediener eingestellt. Bei komplexen Oberflächen optimieren wir die Sprühwinkel, sodass auch Vertiefungen und Abkantungen erfasst werden. Die Ausbringung liegt bei rund 99 %, ein Schichtdickenverlauf kann der Charge beigelegt werden.

Q3Wie wird die Korrosionsbeständigkeit nachgewiesen?

Durch Salzsprühprüfung, standardmäßig mindestens 500 Stunden, projektabhängig bis 720 Stunden. Der Test bildet die Langzeitbelastung durch sauren Regen, chemische Dämpfe und Industrieabgase ab.

Q4Welche Farbtöne sind möglich, und wie wird Farbabweichung kontrolliert?

Farbtöne nach RAL, Sonderfarben auf Anfrage. Jede Charge wird mit Spektralfotometer (ΔE) und Glanzmessgerät geprüft. Das Pulver lagert temperatur- und feuchtegeregelt, damit die Partikelqualität nicht jahreszeitlich schwankt.

Q5Welche Dokumente werden mitgeliefert?

Jede Charge trägt eine Losnummer mit ihren Prüfdaten. Auf Wunsch liefern wir einen vollständigen Qualitätsbericht mit Schichtdickenverlauf, ΔE, Glanz und Säuretest — ausreichend für ein Kundenaudit.

Q6Prüfen Sie ein Bauteil vor dem Werkzeugbau auf Beschichtbarkeit?

Ja. Wir betrachten Kanten, Übergangsradien und die Verteilung der Aufhängepunkte, um Stellen mit Schichtdickenaufbau oder Abschattung durch das Gehänge zu finden, und prüfen Gehängetauglichkeit und Schwerpunktlage im aufgehängten Zustand.

Q7Wie vermeiden Sie Orangenhaut und Blasenbildung?

Der Aushärteofen ist mit Werkstück-Temperaturfühlern ausgestattet, wir messen also die tatsächliche Bauteiltemperatur statt der Ofenluft. Die Wärmeverteilung wird auf die vorgegebene Aushärtekurve abgestimmt, sodass die Schicht im optimalen Fenster vollständig vernetzt.

Q8Worin unterscheidet sich Pulverbeschichtung von Nasslack?

Pulverbeschichtung kommt ohne organische Lösemittel aus, und Overspray wird zurückgewonnen und wiederverwendet — bei uns über 95 %. Der Schichtaufbau in einem Durchgang ist höher als bei Nasslack, und Härte, Haftung und Korrosionsbeständigkeit nach der Aushärtung passen besser zur Lebensdauer von Fahrzeug- und Industrieteilen.

01
IATF 16949:2016
Qualitätsmanagement
für Automobilzulieferer
02
ISO 9001:2015
Qualitäts-
managementsystem
03
ISO 14001:2015
Umwelt-
managementsystem
04
CSR
Soziale Unternehmens-
verantwortung geprüft
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